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Die heimischen Wildkräuter

Löwenzahn, Brennnessel und Gänseblümchen

Heute möchte ich dir gerne ein paar meiner absoluten Lieblingswildkräuter vorstellen…

Aber erst einmal allgemein zu unseren Wildkräutern, die leider immer noch viel zu häufig als „Unkräuter“ gesehen und bezeichnet werden. Das ist sehr schade, denn sie sind die allergrößten Heilpflanzen überhaupt!  In ihnen stecken eine geballte Ladung an Urlebensenergie und man kann sie deshalb auch als Urlebensmittel ansehen! Sie haben eine geballte Nährstoffdichte, die man in keinem gekauften oder selbst angebauten Salat oder Gemüse finden kann! Außerdem können sie auch tief in unsere seelische Gesundheit einwirken, indem sie auch unsere Urenergie wieder zum Vorschein holen. Ja, und sie können noch sooo viel mehr, deshalb erzähle ich dir jetzt über die ersten 3 meiner Lieblinge etwas ausführlicher…

Der Löwenzahn

Der Löwenzahn zählt zu den Top 3 der heimischen Wildkräuter.

Er enthält viel Kalium, viele Vitamine und Mineralstoffe, wie auch Bitterstoffe.

Er wirkt entwässernd, deshalb wird er auch oft „Bettseucherle oder Pißblume“ genannt.

Durch seine Bitterstoffe hat er eine starke Wirkung auf die Leber und unterstützt diese wunderbar bei der Engiftung.

Er kann sehr gut bei Rheuma/Gicht, Verdauungsstörungen und als Reinigung für die Leber und Galle eingesetzt werden. Außerdem wirkt er ausgleichend auf unser Hormonsystem.

Beim Löwenzahn sind alle Teile essbar! Nicht umsonst ist er überall zu finden. Er drängt sich förmlich auf, dass wir ihn wieder sehen um ihn zu nutzen!!

Im Spätherbst und im zeitigen Frühjahr steckt in den Wurzeln die ganze Kraft. Deshalb ist das ein wunderbarer Zeitpunkt, um Wurzeln auszugraben und sie zu verwenden.

Man kann sie kleinschneiden und trocknen oder auch unter gebratenes Gemüse beimischen.

Auch die Blätter kann man das ganze Jahr verwenden, indem man sie in den Salat schneidet.

Eine wunderbare Stressprophylaxe ist ein Trunk aus ein paar pürierten Löwenzahnblättern mit Wasser vermischt, die über den Tag verteilt getrunken werden kann.

Jetzt im April steht der Löwenzahl in voller Blüte. Nicht nur die Blüten, sondern auch die Stängel sind essbar. Probiere doch mal einen Löwenzahlstängel mit Blüte. Er schmeckt wirklich sehr bitter und ist deshalb auch etwas gewöhnungsbedürftig, aber er regt hervorragend unser Leber/Gallensystem zur Entgiftung an und bringt vieles wieder in den Fluss.

Außerdem hat der Löwenzahn auch eine wunderbare Wirkung auf unsere Zähne und wird deshalb auch der „Schutzengel“ für unsere Zähne genannt.

Das Pflanzenwesen des Löwenzahns ist mutig und voller Kraft und Power. Er heißt ja nicht umsonst Löwenzahn, denn er besitzt Löwenkräfte, die er auch uns verleiht!

Er lässt sich nicht aufhalten, er wächst dort, wo „ER“ will und bohrt sich auch gerne mal durch den Beton. Mit einer Leichtigkeit wächst er nach oben und zeigt auch uns mit seiner knallgelben Blüte die Freude und die Unbeschwertheit. Ist er verblüht bildet sich die Pusteblume, die wie die „Blume des Lebens“ aussieht! Was für eine kosmische Ordnung, die in der Natur herrscht!

 

Die Brennnessel

Nun kommen wir aber zur WILDPFLANZENKÖNIGIN Nr. 1, der Brennnessel! Ja, unsere Heilerin liegt vor unserer Tür!

Ja, wie der Name schon sagt, sie ist die Königin und kann sich von jeder Seite sehen lassen, denn sie wirkt von Kopf bis Fuß und sowie innerlich als auch äußerlich.

Sie ist voller Chlorophyll!!

Ihre Inhaltstoffe sind Kalium, Phosphor, Silicium, Magnesium, besonders viel Calcium und Eisen, viel Vitamin C, A und E. Sie hat besonders viel Eiweiß, pflanzliche Hormone und Enzyme.

Sie regt den Stoffwechsel an, durchspült unsere Harnwege, wirkt blutreinigend und blutbildend und fördert unsere Regeneration auf allen Ebenen.

Sie kann daher auch wunderbar in eine Frühjahrskur gegen Frühjahrsmüdigkeit eingesetzt werden.

Von der Brennnessel können ebenfalls alle Pflanzenteile gegessen werden. Von der Wurzel, über die Blätter bis hin zu den Samen, die man ab Juli ernten kann.

Hier ein paar interessante Fragen an Dich:

  • Wusstest du, dass die Brennnessel ein wunderbares Haut,- Haar,- und Nägel Stärkungsmittel, und sowohl innerlich als auch äußerlich angewandt werden kann?
  • Wusstest du, dass die Brennnessel früher den Pferden vor dem Verkauf gegeben wurde, damit sie ein schönes Fell hatten um sie dadurch besser verkauft werden konnten?
  • Wusstest du, dass die Samen der Brennnessel auch „heimisches Ginseng“ oder „grünes Viagra“ genannt werden, da sie durch ihre Phytohormone ausgleichend auf unser Hormonsystem wirken und aphrodisierend sind?
  • Wusstest du, dass man sich in Notzeiten allein von der Brennnessel ein halbes Jahr ernähren kann?

Das, und noch so viel mehr kann die Brennnessel.

Ein bisschen Vorsicht ist allerdings bei der Ernte geboten, denn durch ihre Brennhaare, die auf der Blattoberseite sitzen, kann man sich leicht brennen. Diese dienen der Brennnessel zum Schutz vor Fraß feinden. Ihre Botschaft lautet dadurch: „Stopp, bis hierhin und nicht weiter!“ Diese großartige Eigenschaft des Abgrenzens gibt sie auch uns. Sie lehrt uns die Achtsamkeit mit uns selbst. Je achtsamer wir mit uns selbst sind, desto achtsamer können wir auch mit anderen sein. Gesunde Grenzen setzen und ein „Nein“ zu anderen, ist oftmals ein „Ja“ zu uns selbst.

Da die Brennnessel eine große Pflanze der Achtsamkeit ist, und dieses Thema der Achtsamkeit in der heutigen Zeit so wichtig ist, ist sie in unseren Teemischungen in sehr vielen Tees enthalten.

Auf der seelischen Ebene bringt sie alles wieder in Fluss, deshalb wirkt sie stimmungsaufhellend und stärkt unsere innere Mitte. Sie entfacht unser inneres Feuer und lässt somit unsere Lebenskraft stärken.

Das Gänseblümchen

Das Gänseblümchen, das in der Schweiz auch liebevoll „Magritli“ von Daniela genannt wird, ist auch einer meiner Lieblinge.

Die Inhaltstoffe sind Kalium, Calcium, Eisen, Magnesium, Vit. C und sekundäre Pflanzenstoffe.

Es wirkt reinigend, wundheilend, schleimlösend und harntreibend.

Wir nennen es auch gerne das „Stehauf Blümchen“, denn egal wie oft es auf ihm rumgetrampelt, wird oder es abgemäht wurde, es steht immer wieder auf!

Vielleicht hast auch Du in deiner Kindheit Kränze mit dem Gänseblümchen gebunden, denn es ist eine wunderbare Kinderpflanze.

Wenn die Kinder geknickt nach Hause kommen, den „Kopf hängen lassen“, könnte man sie rausschicken und sich ein Gänseblümchen suchen lassen. Denn, dieses bringt wieder mehr Leichtigkeit und Freude, indem es uns hilft, uns nicht unterkriegen zu lassen.

Das Gänseblümchen ist auch eine Friedenspflanze. Es unterstützt uns, wieder Frieden mit uns selbst und unserem inneren Kind zu schließen.

Es ist auch ein toller Wetteranzeiger! Droht Regen oder ist das Wetter mal nicht so schön, legen sich die weißen Blüten zart um das gelbe Köpfchen, wie eine Mutter, die behütend die Arme um ihr Kind legt. Sobald die Sonne scheint, richtet es ihre Blüten wieder auf und streckt sich voller Freude der Sonne entgegen. Das Gänseblümchen lädt uns zum Spielen ein, und lehrt uns im Hier und Jetzt zu sein und jeden einzelnen Moment zu genießen.

Vielleicht möchtest auch du ab sofort jeden Tag ein Gänseblümchen in deine Ernährung mit einbauen!